28. Februar 2026

Marktanalyse Deutschland

Mit fundierten Marktanalysen liefert Seven.One Media Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung, den Werbemarkt und zentrale werberelevante Branchen in Deutschland. Auf Basis von Markt-, Konsum- und Werbedaten werden relevante Trends, Chancen und Veränderungen laufend eingeordnet.

Seven.One Industry Insights 

Einblicke in Wirtschaft und Werbemarkt – Februar 2026

Nach zwei Jahren wirtschaftlicher Schwäche ist die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht gewachsen: Das reale BIP legte um 0,2 Prozent zu. Eine wichtige Stütze war dabei der private Konsum. Vom Außenhandel kamen hingegen weiterhin kaum positive Impulse. Belastend wirkten vor allem US-Zölle sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck aus China, der die deutschen Exporte deutlich unter Druck setzte.
Auch die Industrie bleibt von strukturellen Herausforderungen geprägt, was sich zunehmend auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar macht. Zwar bewegt sich die Inflation zunächst stabil rund um die 2-Prozent-Marke und die Kaufkraft der Verbraucher:innen bleibt damit grundsätzlich erhalten, dennoch zeigt sich die Konsumstimmung weiterhin zurückhaltend.

Zum Jahresende mehren sich allerdings erste positive Signale – insbesondere aus der Industrie. Höhere Auftragseingänge, verbesserte Exporterwartungen und ein freundlicheres Geschäftsklima deuten auf eine mögliche Stabilisierung hin. Die ifo-Prognose vom Dezember rechnet für 2026 mit einem realen BIP-Wachstum von 0,8 Prozent. Für 2027 wird sogar mit zusätzlicher konjunktureller Dynamik gerechnet. Treiber sollen vor allem staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sein.

Gleichzeitig bleibt das wirtschaftliche Umfeld anfällig. Die Eskalation im Nahen Osten hat die ohnehin fragile Erholung erneut unter Druck gesetzt. Ökonom:innen warnen vor einem möglichen neuen Energiepreisschock, der direkte Auswirkungen auf Konjunktur und Konsum haben könnte. In einem Umfeld zunehmender geo- und handelspolitischer Unsicherheiten bleiben die Risiken für Wirtschaft und Werbemarkt entsprechend hoch.

Dennoch entstehen aus gesellschaftlichen Veränderungen auch neue Wachstumsfelder. Die demografische Alterung verleiht Themen wie Health, Wellness und Longevity branchenübergreifend zusätzlichen Schub – von Pharma und Beauty bis hin zu Ernährung. Gleichzeitig gewinnt der Wunsch nach Erlebnissen weiter an Bedeutung und stärkt Bereiche wie Tourismus, Freizeit und Gastronomie. Auch die zunehmende Verbreitung von E-Mobilität, unterstützt durch Förderprogramme im Jahr 2026, eröffnet neue Chancen für Unternehmen und Markenkommunikation.

Trotz der aktuellen Unsicherheiten bieten diese strukturellen Entwicklungen konkrete Ansatzpunkte für den Werbemarkt. Wer Trends früh erkennt und strategisch nutzt, kann sich in einem sich wandelnden Marktumfeld gezielt Vorteile sichern.

Einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft, Werbemarkt und ausgewählten TV-relevanten Branchen bietet die neue Ausgabe unserer „Industry Insights“.

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Wirtschaftsreport

Status Quo Q4 2025

Nach zwei Jahren des Rückgangs verzeichnete die deutsche Wirtschaft 2025 erstmals wieder ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent. Auch wenn die Erholung noch nicht gefestigt ist, markiert sie dennoch einen ersten Wendepunkt nach einer längeren Phase wirtschaftlicher Schwäche.

Für 2026 erwarten führende Forschungsinstitute eine weitere Aufhellung der Lage. Je nach Prognose könnte das Wirtschaftswachstum auf bis zu 1,3 Prozent steigen. Das Umfeld bleibt allerdings anspruchsvoll – insbesondere für Industrie und Exportwirtschaft. Hohe Kosten, struktureller Anpassungsdruck und intensiver internationaler Wettbewerb belasten die Industrieproduktion weiterhin. Hinzu kommen geopolitische Spannungen und Unsicherheiten in der US-Handelspolitik, die zusätzliche Abwärtsrisiken mit sich bringen.

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Brutto-Werbemarkt

Werbeinvestitionen im ersten Halbjahr 2025

Trotz eines konjunkturell herausfordernden Umfelds zeigt sich der deutsche Brutto-Werbemarkt im ersten Halbjahr 2025 weitgehend stabil. Mit einem Gesamtvolumen von 16,5 Milliarden Euro wurde das Vorjahresniveau nahezu gehalten; im Vergleich ergibt sich ein leichtes Minus von 0,2 Prozent. Ausschlaggebend dafür war unter anderem ein schwächeres zweites Quartal.

Zwischen den einzelnen Mediengattungen zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Zugewinne verzeichnen Tageszeitungen, Radio, Out-of-Home und Kino. Rückgänge gab es dagegen bei TV, Online und Zeitschriften. Für das Medium TV zeigt sich im Juni nach drei rückläufigen Monaten in Folge immerhin wieder ein leicht positives Signal.

Auch wenn TV das Halbjahr insgesamt mit einem Minus abschließt, entwickelt sich ein Großteil der Top-10-TV-Wirtschaftsbereiche positiv. Besonders der Handel sowie die Segmente Gesundheit & Pharma, Reinigung und Finanzen tragen zum Wachstum bei. Rückläufig sind hingegen große Bereiche wie Ernährung, Körperpflege und Dienstleistungen.

Der vollständige Bericht zur Entwicklung des Brutto-Werbemarkts im ersten Halbjahr 2025 steht hier als Download bereit:

Brutto-Werbemarkt H1 2025 als PDF zum Download

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